Beiträge von kalle

Alpha Centauri

Ein Video-Tipp aus der großen weiten Welt (wie immer vielen Dank für den Hinweis) ist die Sendung Alpha Centauri. Ein Professor von der Uni München erklärt in dieser modernen Variante des Schulfunk Physik.

Besonders schön sind die Sendungen, in denen der nette Herr über Esoteriker redet, die versuchen, physikalische Phänomene zu erklären und dabei vor Aufregung fast außer sich gerät.

Schöne Beispiele auf Youtube:
Gab es wirklich eine Mondlandung?
Radosophie, vgl. dazu auch die Seite über Zahlenwunder bei arranca.de
Wann kommt der Weltuntergang? (eben doch nicht 2012)

Biophotonen und Bioelektronen

Wenn man sich nicht ordentlich kümmert, versagt das Karma. Das Spam-Karma. Wie schon hier berichtet gibt es da jemanden, der jede Menge Zeit aufwendet, um die an sich schöne Seite http://esowatch.com zu diskreditieren.

Hintergrund ist anscheinend, daß die Leute bei Esowatch nicht an Biophotonen glauben.

Das widerum ist nun wirklich nicht nett. Auch wenn Photonen wegen ihrer geringen Ausdehnung nicht bei ihrem vegtativen Tun zu beobachten sind, kann man doch nicht ernsthaft glauben, daß Bioelektronen ganz alleine den endlosen Raum zwischen den Atomkernen bewohnen, oder???

Bioelektronen

Hier fehlt ein Beitrag!

Hier stand bis vor kurzem ein Artikel über Viktor Philippi, und die sogenannte Bioenergetische Meditation. Der Biosens e.V. sah in dem betreffenden Beitrag eine ehrschädigende Rufverletzung und hat mit dem Rechtsweg gedroht, falls der Beitrag nicht entfernt wird. Der Einfachheit halber nehmen wir den Beitrag wie verlangt vom Netz. Man überzeuge sich statt dessen aus erster Hand von den Kräften des Viktor Philippi.

Die tibetanisch-mystische Lehre der Löcher

Geht Euch das auch so? Man kann kaum noch das Radio anmachen, da geht es um Tibet. Tibet hier, Tibet da, chinesische Polizisten verprügeln Mönche, Mönche zünden chinesische Geschäfte an, das olympische Komitee betont seine politische Neutralität, im Kino gibt es Gebirgsdramen und mittendrin meistens ein Skinhead mit Kassengestell.

Warum die Alternaiv-Szene das Christentum zum Teufel wünscht, aber in Begeisterung für einen orange gewandeten Möchtegern-Papst schwelgt, war mir schon immer schleierhaft. Wieso soll ich auf die Straße gehen, um zu fordern, daß die TibeterInnen nicht mehr von Maoisten sondern von Buddhisten regiert werden? Und: Wieso redet eigentlich niemand von den zahllosen Leuten, die aus anderen Gründen als religiösen in China unterdrückt werden?

Anscheinend ist es viel schlimmer, Mönche zu verprügeln als Atheisten. Und daß Mönche ihrerseits ihre Schäfchen unterdrücken, gehört zum guten Ton in religiösen Kreisen. Schließlich wissen sie mit ihrer direkten Leitung nach oben viel besser, was gut für die Menschen ist, als die Menschen selber.

So offenbarte der Dalai Lama 2006 zwei Journalisten des „Daily Telegraph“ die Lehre der Löcher: Homosexualität ist demnach falsch, weil – Zitat – : „Die Anderen Löcher produzieren kein Leben“. Wer also auf die falschen Löcher steht, oder am Ende gar Sex ohne Penetration macht – Oh mein Gott! –, kann sich das Nirvana von der Backe putzen. Theologisch ist das umstritten. Homosexuelle BuddhistInnen betonen, daß es lediglich ein Verbot von Anal- und Oralsex für Mönche gibt.

Man könnte jetzt denken, deswegen geht hier ja nicht spezifisch gegen Schwule und Lesben, sondern einfach um Sexualfeindschaft. Aber so einfach ist es nicht. Zwar können auch Heten was falsch machen, wenn sie Interesse an den falschen Löchern haben. Aber Schwule und Lesben sind geradezu dazu verdammt, im Bett nur Sünde zu produzieren — denn ohne Mama und Papa gibt’s auch kein Kind und darum geht’s ja bei den richtigen Löchern. Sagt zumindest der Dalai Lama.

Und für diesen Unsinn sollen wir jetzt gegen China protestieren? Dann doch lieber für die Freiheit, daß alle mit ihren Löchern anstellen, was ihnen Spaß macht. Und gegen alle, die uns das verbieten wollen – egal ob Maoisten, Empiristen, Christen, Seifenkisten oder Buddhisten.

Entschwulisieren 1€

Nochmal zum Christival: Ein schönes Bild aus einem Bericht über eine Gegendemo auf Indymedia. Mehrere PMs der Veranstaltenden hier.

Entschwulisieren 1€

Christival.de gehackt

von Indymedia:

Nach der überaus erfolgreichen Demo gegen das christival in Bremen ist dem Ärtzeteam NordWestSüd ein weiterer genialer Coup gelungen. Unter Einsatz ihres Lebens haben sie sich in die Serverräume der Christlichen InterNet-Arbeitsgemeinschaft (cina.de (grade nicht benutzbar)) eingeschlichen und die grundgesetzkonforme Ordnung im Computerkühlschrank wieder hergestellt. Die Webseiten der Sektenclique sind vorrübergehend nicht erreichbar. christival.de wurde zu therapiezwecken umfunktioniert.
Als Beweis für ihre Heldentaten hat das Ärtzeteam NordWestSüd dieses Foto von der Geisel gemacht. Die Vorführung beginnt erst nach einem Klick auf die Hompage. rave on!

Christival Defacement

Sittenstrolche, Perverslinge und Homo-Ideologen

Nachdem ich bei Lysis gelesen habe, daß beim katholischen Nachrichtendienst kreuz.net Holocaustleugnung stattfindet, habe ich mir dieses Portal mal näher angeguckt — und kann nur sagen, es lohnt sich…

Im Bistum Linz scheinen Sittenstrolche und Perverslinge die Oberhand gewonnen zu haben.

Denn: Es gibt dort Seelsorge für Schwule und Lesben. Für eine große Show des fundamentalistischen Unfugs nutze man die seiteneigene Suchmaschine mit dem Schlagwort Homo-Ideologen
Priceless…

All your belly are belong to us

all your belly are belong to us

„Jesus bewegt Bremen“. Vom 30. April bis 4. Mai wird der bekannte Religionsstifter die Hansestadt bewegen. So formuliert es zumindest die PR-Abteilung des „Christival“. Und weiter: „Das Christival ist DAS christliche Großereignis des Jahres. Beim Kongress junger Chsiten kannst Du
fünf Tage zuhören, mitreden, beten, lernen und natürlich feiern – mit anderen Christen aus Landes- und Freikirchen, Jugendverbänden und anderen Bewegungen“.

Das Festival möchte nach eigener Auskunft junge Menschen in ihrer Nachfolge zu Jesus Christus stärken und die missionarische Jugendarbeit fördern. Dazu gibt es jeden Tag Gottesdienst, Workshops und abends wird zu frommen Rythmen geschunkelt. Auf der Messe missionarischer Möglichkeiten beraten sich etablierte Kirchengliederungen und dubiose Sekten darin, wie man am effektivsten Menschen bekehrt.

Heterosexualität ist ein wichtiges Thema auf dem Event: In getrennten Arbeitsgruppen reden Jungs und Mädchen z.B. darüber, wie der redliche Umgang mit dem anderen Geschlecht aussieht und sinnieren, was Gott sich wohl dabei gedacht hat, Sexualität in die Welt zu bringen. Andere Workshops bieten Beratung dafür, wie man eine lebenslange Ehe führen kann. Oder man überlegt sich, wie man gleich ganz um Sex drumherum kommt, indem man einem christlichen Orden beitritt. Vor allem dürfte es also darum gehen, junge Schäfchen in der christlichen Lebensführung zu bestärken.

Aber die abschreckenden Beispiele der Grenzbereiche der gottgefälligen Lebensweise dürfen da nicht fehlen. So war z.B. ein Workshop der Lebensberater von „Wüstenstrom“ vorgesehen. „Wüstenstrom“ geht davon aus, daß sexuelle Orientierung kein Schiksal ist, sondern geändert werden kann. Statt aber heterosexuellen Jugendlichen das Überschreiten ihrer sexuellen Einseitigekeit zu ermöglichen, widmet sich der Verein dem Kampf gegen Homosexualität. Das Konzept kommt aus den USA. In einer wilden Mischung aus Gruppentherapie und religiöser Erweckung werden Schwule und Lesben gedrängt, ihr sündiges Leben aufzugeben.

Gegen solcherlei dubiose und homophobe Gehirnwäsche hat sich Protest geregt und nach einigen Berichten in bundesweiten Medien wurde Wüstenstrom vom Festival ausgeladen. Aber das heißt nicht, das reaktionäre Positionen außen vor wären.

Der Verein Birke e.V. bietet z.B einen Workshop zum Thema Abtreibung an. Angeblich macht der Verein Schwangerschafskonfliktberatung. Die Anerkennung dafür hat die Birke allerdings vor zehn Jahren vergeblich beantragt. Aus gutem Grund: Die Birke gehört zur Szene der sogenannten Lebensschützer, die mit moralischem Terror versuchen, sowohl individuell als auch gesellschaftlich jegliche Abtreibung zu verbieten. Die Webseite des Vereins ist geradezu übersäht von süßen, knuddeligen Kindern und die Rhetorik spricht für sich:
„Die Tötung eines ungeborenen Kindes ist ein brutaler Akt, der dem Wesen und der Natur einer Frau völlig zuwider läuft. 80% der Mütter, aber auch viele Väter, leiden nach der Abtreibung ihres Kindes manchmal ein Leben lang unter psychischen und psychosomatischen Folgeerscheinungen, die unter dem Begriff Post-Abortion-Syndrom zusammen gefasst werden“
ÄrztInnen und Psychologie kennen dieses Syndrom nicht, propagiert wird es von den AktivistInnen der Lebensschützer-Szene. Von Unfruchtbarkeit über Brustkrebs, schweren Depressionen und Beziehungsunfähigkeit bis zu Migräne und Frigidität gehen die Symptome, die man Frauen, die abgetrieben haben, an den Halsch wünscht.

Wer jetzt denkt, es handelt sich beim Christival um eine Angelegenheit weniger religiöser Fanatiker, irrt. Familienministerin Ursula von der Leyen übernimmt persönlich die Schirmherrschaft für die Veranstaltung. Das Familienministrium lässt 250.000€ springen und die kirchenpolitische Sprecherin der Bremer CDU meint: „Gerade weil es so viele haltlose Jugendliche gibt, braucht unsere Gesellschaft junge Menschen, die bereit und in der Lage sind, die Zukunft unseres Landes aus christlicher Verantwortung heraus zu gestalten“.

Aber die Haltlosen, zerrütteten Existenzen sitzen schon in den Startlöchern: Am 30.4., zeitgleich mit der Eröffnung des Christivals, findet eine Bündnisdemonstration gegen Homophobie und Sexismus statt.
Den Extrem-Christen gefällt so viel Aufmerksamkeit gar nicht. Man fragt sich:„Muss Christival-Start von der Polizei geschützt werden?“ Auf jeden Fall wird der zwischen Konservativen und christlichem FundamentalisteInnen wabbernde Heterosexismus nicht unwiedersprochen bleiben.

30.4. 20 Uhr. Bremen. Schlachthof.

Huch! Nochmal Esowatch!

Es gibt eine weitere Seite mit dem Titel Esowatch im Netz: http://esowatch.com/i. Dort gibt’s ein Wiki über diversen Esoterik-Firlefanz und mehr.

Astralreisen mit Ufos

Ufo entführt Trabi Sehr schön wirr: http://astral.lichtnetz.eu.org/. Leider funktioniert die Hälfte der Seite nicht – evtl. wurden die fehlenden Dateien von Ufos entführt. Mehr dazu unter http://www.ufo.at/.
Mir fällt dazu ein altes Zitat aus einem Donald-Duck-Comic ein: „Wir Psychologen haben einen Fachausdruck dafür: Sie sind Ballaballa.“

Grüne gegen Homöopathie

Man glaubt es kaum: Während die grün-alternaive Szene sonstwo gerne dabei ist, wenn es um schwache Felder und feinstoffliche Kräfte geht, hat in Gladbeck das GRÜNE Ratsmitglied Franz Wegener gegen eine Veranstaltung über Schüßler-Salze polemisiert und wurde daraufhin mit Rücktritts-Forderungen konfrontiert.
Aber lesen Sie selbst den amüsanten Beitrag zu diesem Vorgang bei Ruhrbarone.

Kirche und Homosexualität

Gefunden bei der Radiosendung Chilligays.

Ob Schwule, Lesben, Bisexuelle, Schlampen oder Polysexuelle: Alle Leute mit spannender Sexualität schimpfen immer auf die Kirche. Besonders auf die katholische. Dabei gilt diese Sekte ganz zu Unrecht als Vertreterin einer ewig gestrigen Sexualmoral, handelt es sich doch um die größte Transvestiten-Organisation der Welt. Eine prächtig Stola in Purpur, ein weißes fließendes Kleid und dazu ein schwarzer Samtüberwurf: Keine Schwulendisko, kein CSD, kein Marianne Rosenberg-Konzert bringt so viele Männer im Kleid zusammen wie die Konklave – die Kardinalsversammlung, die den Papst wählt. Sogar Josef Ratzinger soll das Ziel, Papst zu werden, gefasst haben, weil ihn die Pracht der Bischöffe und Kardinäle in den Bann gezogen habe.

Gerade für Schwule ist die katholische Männergesellschaft sehr attraktiv: Keine Frau stört das vertrauliche Miteinander. Bis 1994 durften Frauen beim Hochamt wenigstens als Messdienerinnen helfen. Dann hat Papst Johannes Paul II ein Machtwort gesprochen. Seit dem ist _Mann_ unter sich in den Katakomben der Klöster und im Priesterseminar. Ideale Bedingungen also für homophile Neigungen. Die US-amerikanischen erzkonservativen „Catholics united for the Faith“ meinen dazu: Schwule im Priesterseminar, das ist als wenn man einen Alkoholiker in die Bar schickt. Himmlische Bedingungen also. Aber Vorsicht: Wer im Kloster nach feschen Jungs sucht, darf sich nicht erwischen lassen. Denn offiziell ist Homosexualität in der Kirche nach wie vor verboten. Nach der Priesterweihe muss sich weniger Sorgen mehr um die Konsequenzen machen: Priester, Kardinäle und Bischöffe sind wie Beamte bei einer höheren Macht angestellt und damit fast unkündbar.

Diese Position steigt einigen zu Kopf und umnebelt vom eigenen Konservatismus fangen sie an, Quatsch zu reden: Wer soll z.B. ernst nehmen, wenn Kongregation für Glaubenslehre betonet, daß „homosexuelles Tun dem geschlechtlichen Ausdruck ehelicher Liebe weder gleichwertig noch in gleicher Weise annehmbar ist“, weil Homosexualität „Leben und Wohlfahrt einer großen Zahl von Menschen ernsthaft bedroht“? Was soll man sagen, wenn der alte Papst 2003 die Homo-Ehe „die Legalisierung des Bösen“ nennt und der neue allen Ernstes sagt: „Wie es bei jeder moralischen Unordnung der Fall ist, so verhindert homosexuelles Tun die eigene Erfüllung und das eigene Glück.“?

Zufriedenstellend erklären kann man sich diesen Unfug eigentlich nur, wenn man bedenkt, daß die Hälfte von dem Laden im schwul ist, was aber unbedingt unbekannt bleiben muss. So sieht es zumindest John McNeill. Der ehemalige Jesuitenpater bekennt sich vor fast 30 Jahren öffentlich zu seiner Homosexualität, woraufhin ihn der Papst zum Schweigen zwingt. Als McNeill sich daran nicht hält, wird er exkommuniziert. Wer also zum falschen Zeitpunkt den Mund aufmacht, kann doch entlassen werden. Der ehemalige Priester schätzt, daß ca. 40% des Klerus schwul ist. Er selbst hält seine Homosexualität für ein Geschenk Gottes. Daß ist zwar fromm, aber wenigstens nicht homophob. Immerhin.

„Und er hat sich doch bekehrt!“

Wie gesagt, ich liebe meine Google-Ads. Heute habe ich zu meiner großen Freude den Link zu
http://www.die-wundertaetige-medaille.de/ vorgefunden – ein Marienumhänger, der vor Brustkrebs und Heidentum schützt. Ein schönes Detail am Rande: Maria trägt Unterarmklingen wie Wolverine, man vergleiche:
Maria 2.0Wolverine
Was das wieder alles soll – man weiß es nicht.

Müssen Engel zur Schule?

Engel
Wie die FR am 17.08. berichtet, hat die norwegische Prinzessin Märtha Luise eine Engelsschule eröffnet:

Prinzessin Märtha Louise eröffnet Engelsschule
Märtha Louise (35), norwegische Prinzessin mit direktem Draht nach oben, hat am Donnerstag ihre umstrittene „Engelsschule“ in Oslo eröffnet. Für rund 3000 Euro will die königliche Hoheit 20 Schülern über ein Jahr lang unter anderem Begegnungen mit Engeln vermitteln. Gerade wegen dieses im Kursprogramm
ausdrücklich versprochenen „Treffens mit den Engeln“ war Märtha Louise in die Kritik geraten, ihren Adelstitel für zwielichtige Geschäfte zu missbrauchen. Kritiker forderten sie sogar auf, ihren Titel abzulegen. Märtha, die wegen ihrer Unternehmertätigkeit auf eine Apanage verzichtet, wies die Forderung zurück. Ihre Schüler verpflichtete sie zu Stillschweigen.

Eine Apanage ist eine Art Bestechung für Adelige, eine regelmässige Rente, mit der sie verpflichtet werden, nicht nach der Herrschaft zu streben – was in diesem Falle vielleicht ganz angebracht wäre, denn ein gutes Verhältnis zu den Geistern Verstorbener ist schon die halbe Miete, wenn man danach trachtet, die Hindernisse auf dem Weg zum Thron beiseite zu räumen – siehe Macbeth.

Danke wie immer für den Hinweis

Energetisierte Nahrung II

Von levitiertem Wasser war schon hier die Rede. Die „Zukunfstwerkstatt Elementarwesen Mensch“ bietet all jenen, die stilvoller als mit den dort vorgestellten Plaste-Untersetzern ihre Nahrung energetisieren wollen eine dekorative Alternative.

Wasserwirbler - levitiert oder belebt Wasser Der „Bio-Wasser-Wirbler“ bringt alles mit, um den „informationstragenden Ätherleib“ in Form zu bringen. „Zehn Jahre Forschungsarbeit“ hat der „Grundlagenforscher im Feinstofflichen“ Ralf Rösner gebraucht, um Wasser in eine große Sanduhr zu packen und einen „Holzständer aus heimischer Buche“ drumherum zu basteln. Dafür ist die tolle Maschine aber in der Lage, die „Kolloide – ‚Saatkörner‘ von Energie“ neu anzuordnen.
Ob sich das Ding zum Milchaufschäumen eignet, steht nicht dabei. Aber schon Rudolf Steiner hat zum Gewirbel erklärt: „Der Wirbel-Trichter ist die einzige Form auf der Erde, die bis in die höchsten Hierarchien hineinreicht.“
Der Begründungszusammenhang Gesundheit ist hier nicht so stark wie bei den schon vorgestellten bunten Tellern. Nur ein Satz in der Werbebroschüre verspricht ein „längeres und gesünderes Leben“ hin, der Rest arbeitet mit Schlagwörtern aus der Anthroposophie.

Um den Unfug aus den höheren Hierarchien wieder auf die Erde zurück zu wirbeln, weise ich wiederholt auf den Wikipedia-Artikel zu belebtem Wasser hin. Wie das mit dem Ätherleib funktioniert, erklärt Colin Goldner in einem Artikel zu Anthroposophie auf der Seite vom Forum Kritische Psychologie.
Alle Zitate stammen aus der Produktinformation zum besagten Gerät.

I will survive…

Ein schönes Video mit Jesus in der Hauptrolle.

Trendy Karma-Kapitalismus

Das „Trendbüro“ veranstaltet heute in Hamburg den 12. Trendtag. Trendforschung ist für die Webeprofis die Möglichkeit, dem Unternehmen von heute zu zeigen

wie sich die Welt um sie herum verändert, welche Chancen und Gefahren sich für sie daraus ergeben und wo die Märkte von Morgen liegen

Der neue Trend ist *tadaa*

Karma-Kapitalismus

Karma-Kapitalismus markiert das Ende des Raubtier-Kapitalismus und etabliert eine neue Wirtschaftsethik. Kooperation ersetzt Konkurrenz. […] Erfolgreiche Produkte sind nicht nur von hervorragender Qualität, sondern vermitteln auch einen spirituellen Mehrwert. […] Sinnstiftung wird zum wichtigsten Wettbewerbsvorteil.

Also: Das Problem am „Raubtier-Kapitalismus“ ist die fehlende Ethik – mit erleuchtetem Betrieb wird sich dasmit der Ausbeutung also auch geben.
Weiter: Der Karma-Kapitalismus verkauft nicht nur eine Ware, sondern bietet gleichzeitig Sinn – was daran neu ist, muß das Trendbüro erst mal noch erklären. Spätestens die Markenware bietet schließlich neben der Erfüllung eines profanen Bedürfnisses einen Überschuss an Bedeutung, der diskursiv erzeugt in seine Nützlichkeit eingeht. Daß das einen Wettbewerbsvorteil bietet, ist Adidas und Apple ebenso bewusst wie Demeter und Carhart.
Wo ist also das neue am KK?

Profitorientierung und moralisches Handeln gehören heute zusammen. In der global vernetzten Welt fällt alles wieder auf den Urheber zurück. Ein gutes Karma steigert das eigene Kapital.

Da haben wir’s: Alles fällt auf den Urheber zurück, wie es die Anhänger der Karma-Lehre vertreten. Wer also moralisch handelt, kann die damit gesammelten Karma-Punkte in der himmlischen Wechselstube gegen Geld eintauschen – so einfach geht das.
Gehen wir davon aus, daß der Kapitalismus letztlich danach strebt, sich jede Lebensäußerung einzuverleiben, ist die Funktion des esoterischen Unfugs schlicht und einfach, das Bedürfnis nach Sinn und den Lebensbereich der Moral der Verwertung zuzuführen.
Hauptreferent des Abends ist Muhammad Yunus, der in Sachen Ausweitung der Warenform schon Erfahrungen im großen Stil sammeln konnte: Er ist der Erfinder der Weltbank-Kleinstkredite, mit denen vor allem Frauen im Trikont befähigt werden sollen, sich in elenden Verhältnissen als Unternehmerinnen in Sachen eigener Arbeitskraft zu verdingen. Feministinnen kritisieren an den Programmen, daß die Kreditnehmerinnen wegen der hohen Zinsen oft nicht in der Lage sind, die Kredite zu tilgen und damit in neue Abhängigkeiten geraten.

Vorhölle abgeschafft

PapstSatanist
Der Papst erfreut, Satanisten empört: Die Vorhölle ist abgeschafft

Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, hat Papst Benedikt XVI. heute die Vorhölle für ungültig und überholt erklärt. Das auch „Limbus“ genannte Areal war traditionell für ungetaufte Kinder reserviert, die dort separiert von den Vollsündern im Zentraltrakt der Hölle bei reduzierter Temperatur bis in die Ewigkeit in Flammenseen schmoren mussten.
Über die weiteren Pläne mit den freigewordenen Gelände schweigt sich der Pontifex aus. Experten aus dem Vatikan vermuten, daß die himmlischen Heerscharen in den nächsten Tagen eine Ortsbegehung zur Klärung der weiteren Nutzung des Areals vornehmen werden.
Satanistenkreise haben indes gegen die Entscheidung protestiert. Der Vorsitzende des Dachverband Deathmetal Deutschland erklärte: „Wir werden uns mit der Enteignung von Boden, der seit 500 Jahren den satanischen Heerscharen gehört nicht abfinden“. Ein dauerhafter Frieden zwischen Himmel und Hölle sein nur unter Einhaltung des Völkerrechts und der Menschenrechte möglich.

Einmal Geldmagie mit Magier bitte

Ein lustiges Feature an so einem Blog ist, daß man sieht, wer woher auf die Seite kommt.
Wenn man z.B. bei Google nach „geld magie mit magier“ oder nach „geld spirituell“ sucht, landet man auf – Esowatch :)
Wer auch immer heute genau danach gesucht hat, ich möchte mich recht herzlich bedanken und hoffe, daß mein Beitrag über Geld, Magie und Spiritualität diesbezüglich alle Fragen geklärt hat.

Google-Ads

Zuerst habe ich ja überlegt, die Google-Ads auszuschalten, aber nach und nach fällt mir auf, daß ich über die Ads zu meinen Seiteninhalten soooo schöne Obskurantist_innen finde, daß ich sie eingeschaltet lasse.
Z.B. will irgend eine eine Initiative (welche, erkennt man nicht, weil die Grafiken zumindest im Moment nicht geladen werden), die BRAVO abschaffen, weil sie „ein Hort von Unmoral“ ist:
http://www.aktion-kig2.de/41433/home.html

Edit: Es handelt sich um die „Deutsche Vereinigung für eine Christliche Kultur“ – mehr darüber in den Antifaschistischen Nachrichten.

Aus der Steckdose frisch auf den Tisch: Energetisierte Nahrung

Wieder mal Danke für den Hinweis!
Energetisierte Teller
Man kennt das vielleicht: 10 Meter Leitung machen Wasser mausetot, schon nach 5 Metern ist es total traurig. Um das wieder in Ordnung zu bringen, bietet die Firma Alvito eine große Bandbreite an großartiken Artikeln an. Stellt man z.B. eine Tasse totes Wasser auf einem neongrünen Plasteuntersetzer ab (22,90€, hier ein PDF mit Produktinformationen), dann strömt positive Energie in das kühle Nass, daß es nur so blubbert. 98€ kostet ein Wiederbelebungs-Wasserhahn und für schlappe 598€ wird die Hauswasserleitung vitalisiert. Aber es lohnt sich:

„Dank der bioenergetischen Aktivierung geniessen Sie Mahlzeiten und Getränke energetisch aufgewertet: Frühstück, Mittag- und Abendessen, Kaffee, Tee, Wein und Wasser. Bei sauren Getränken (Saft, Kaffee, Wein) werden Sie die stärkste Wandlung im Geschmack und der Bekömmlichkeit feststellen. Vielfach wird die Wirkung mit einem frischeren, weicheren Geschmack und einem milderen, volleren Aroma beschrieben. Stellen Sie alle Speisen oder Getränke auf die Energie-Produkte und warten Sie einige Augenblicke – bei längerer Anwendung intensiviert sich die Wirkung.“

Vielen Dank, liebe Firma Alvito :)

PS: Jenseits des „sich drüber lustig machens“ bietet der Wikipedia-Artikel zum Thema fundierte Informationen zu belebtem Wasser.

Buko-Spiritualismus 3

Ach ja, eine Glaubensgemeinschaft habe ich vergessen zu erwähnen: Die vegane Theken-Crew beim Buko 30 hat White Russian mit Soja-Milch angeboten und fand den Hinweis, daß er mit Milch und vor allem viel süßer Sahne doch besser schmeckt, nicht gut. „Viele hier sind Veganer“, so die auch wieder (siehe unten) mit sehr ernstem Gesicht vorgetragene Erklärung…

Buko-Spiritualismus 2

Vielfältig: Der/die/das Buko
Der 30. Buko [Kongress der Bundeskoordination Internationalismus] war nett, und es gab (mindestens) zweierlei Spiritualismus zu sehen.

Buko-Spiri 2: Workshop „Spiritualismus und Politik“

Mit an die 50 Leute war der Workshop einer der größten auf dem Buko. „Du meine Güte, so viele Esos?“ denke ich, aber die Vorstellungsrunde offenbart, daß mindestens 1/3 der TeilnehmerInnen eher da sind, weil sie sich fragen, was solcherlei Unfug auf einem linken Kongress verloren hat. Ein weiteres Drittel hat mit Spiri auch nicht viel am Hut, ist aber mit der ständigen und immer beherrschender werdenden Zweckrationalität der Moderne überfordert und will mehr vom Leben als Zweckbeziehungen. Der Rest spricht schwammig von der Notwendigkeit spirituellen Wachstums, von Liebe, Natur, Herz, Selbst, Innen, Körper und Glaube.
Witzig ist: Man sagt, man wolle spirituell den Manichäismus überwinden, stellt sich aber trotzdem in den ganzen modernen Dualitäten auf die eine Seite und damit gegen Hass, Kultur/Zivilisation, Handeln, Konstruktion, Außen, Geist und Wissen.
Von rechter Esoterik, von Antisemitismus und von Lehren, die nach dem Führerprinzip funktionieren, distanziert man sich. Der Frage, wie ein Spiritualismus ohne diese Merkmale aussehen kann, nähern wir uns nicht. Methodisch funktioniert der Workshop nicht wirklich, irgendwie bleibt die ganze Zeit unklar, wo es hin gehen soll.
Das ist wohl auch die Schwäche von „Esoterik light“ – ohne verbindliche Lehre, ohne erleuchtete Gurus, die mit voller Überzeugung die „Ich hab‘ die Welt kapiert und Du nicht“-Nummer vortragen, funktioniert Spiritualismus einfach nicht so gut.
So gehen die meisten Leute dann auch eher mit einem kritischeren Verhältnis zu Spiritualität raus als sie reingegangen sind – ein Glück…

Zu Hierarchien und Spiritualität noch ein Zitat von einem, der es wissen muss. Davin Spangler von der esoterischen Findhorn-Gemeinschaft, zitiert nach Ökolinx 11/1990:

„Alle spirituellen Gesellschaften sind hierarchisch. Anders können sie nicht funktionieren. Es ist klar, daß man sich bei der Führung der Angelegenheiten einer spirituellen Gemeinschaft nicht an jene wenden kann, die weniger erleuchtet sind.“

Buko-Spiritualismus 1

Adorno hat Spaß

Beim diesjährigen Buko [Kongress der Bundeskoordination Internationalismus] gab es (mindestens) zweierlei Spiritualismus zu sehen.

Buko-Spiri 1: Samstag-Abend, Großplenum zu Antisemitismus und Antiamerikanismus

Der zweite von drei Referent_innen zeigt sehr schön zeigt, wieso rechtschaffene Antideutsche so knuddelig sind. Mit heiligem Ernst werden 20 Seiten in exakt gezirkelten Sätzen vorgelesen. Die obligatorische Zusammenfassung der Elemente des Antisemitismus geschieht überaus elaboriert und souverän.
Den Abschluss bildet die mit ernstem Blick vorgetragene Sorge, daß wer sich unter Linke begibt, schon auf dem Pfad der Verdammnis wandert: „Es soll hinterher keiner sagen, er habe nichts gewusst“, wenn es auf einer globalisierungskritischen Veranstaltung zu antisemitischen Ausfällen kommt – wie überhaupt überall, wo Leute Gesellschaftskritik ohne St. Teddy betreiben.
Ist alles nicht so falsch, aber der aufgeplusterte Theorie-Hooliganismus wirkt wieder mal so, als ob es vor allem darum geht, theoretische Claims abzustecken und der verkniffene Duktus weckt den Wunsch, den Referenten einfach mal zu kitzeln.
Das gebetsmühlenartig vorgetragene „Ja, aber“ bei vielen Diskussionsbeiträgen danach führt dann auch nicht zu einer erhellenden Diskussion – aber nach einer Predigt ist es auch nicht gewollt, Inhalte gleichberechtigt zu diskutieren.

Katholiken rasten aus

Marcus Hammerschmitt auf Telepolis über die Deutsche Bischoffskonferenz:
Danke für den Tipp ;)

Pogo im Heiligen Land

Marcus Hammerschmitt 09.03.2007
Deutsche Bischöfe in Israel: Punk ist nicht tot, er zieht sich nur komisch an
Sid Vicious von den Sex Pistols hat es seinerzeit vorgemacht: Wenn nichts mehr geht, bringen rechte Symbole und Sprüche immer noch passable Aufmerksamkeitswerte. Christlich orientierte Punx greifen die Tradition auf.
So zum Beispiel die außergewöhnliche Punk-Bigband Deutsche Bischofskonkferenz, die immer wieder nicht nur durch ihre Größe (über 70 Mitglieder!) und ihre seltsame Kleiderordnung auffällt, sondern auch durch die politischen Äußerungen ihrer Mitglieder. Eine handverlesene Abordnung der Combo (der sog. „Ständige Rat“), ließ es bei seiner jüngsten Israeltour so richtig krachen. Nach einigen Gigs in Yad Vashem und im Westjordanland liefen Mitglieder des „Ständigen Rats“ zu ganz großer Riot-Form auf. Besonders der Sperrzaun, mit dem Israel die Grenze zum Westjordanland sichern will, hatte es dem „Ständigen Rat“ angetan. Den Anfang machte Leadgitarrist Gregor Maria Hanke, der seine Homebase sonst in Eichstätt hat:
Morgens in Yad Vashem die Fotos vom unmenschlichen Warschauer Ghetto, abends fahren wir ins Ghetto in Ramallah. Da geht einem doch der Deckel hoch.
Bassmann Joachim Meisner, nie um flotte Sprüche und historische Vergleiche verlegen, schlug in die gleiche Kerbe:
Dass ich so was in meinem Leben noch mal sehen muss, das hätte ich nicht gedacht. (…) Diese Mauer wird fallen wie die Berliner Mauer auch.
Schlagzeuger Walter Mixa, der neulich erst mit ein paar trockenen Bemerkungen gegen die Politik der Familienministerin von der Leyen am Start war (vgl. [local] Kampf der Krokodile), scheint Gefallen am Medienrummel gefunden zu haben und war in Israel jetzt um street credibility bemüht. Er unterstützte seinen Leadgitarristen: Die Palästinenser im Westjordanland lebten in einer „ghettoartigen Situation“, das „sei schon fast Rassismus“.
Dazu kann man nur sagen: Respekt! Die Deutsche Bischofskonferenz gehört zur Musikabteilung einer Organisation, die angesichts ihres Verhaltens während der Nazizeit noch Einiges aufzuarbeiten hätte. Wer denkt in diesem Zusammenhang nicht an das [extern] Reichskonkordat, die aktive Teilnahme in Kroatien, die Unterdrückung von Leuten aus den eigenen Reihen, die nicht mitmachen wollten (vgl. Ein Mann der Kirche), oder die Begünstigung der Täter im Nachhinein?
Unter diesen Voraussetzungen dem israelischen Staat vorzuwerfen, seine Verteidigungsmaßnahmen seien mit dem Warschauer Ghetto zu vergleichen, zeugt von einer Frechheit, die nur echte Hardcore-Punx aufbringen. Das Kennzeichen solcher Frechheiten ist ja immer, dass den Adressaten zunächst die Luft wegbleibt, bevor sie zu schreien anfangen, um an der eigenen Wut nicht zu ersticken. Unter diesem Aspekt war die Israeltour der deutschen Punk-Bischöfe ein voller Erfolg. Was jetzt nicht so gut kommt, sind irgendwelche Entschuldigungen, die keiner glaubt und die niemanden interessieren.
Rock‘n Roller entschuldigen sich nicht, sie drehen die Anlage auf. Die Bischöfe müssen vielleicht an anderer Stelle vorsichtig sein: Wie das bei echten Punkrockern immer der Fall ist, verfügen sie nur über ein kleines Repertoire. Wenn sie weiter in dem Tempo ihr Pulver verschießen, kann es sein, dass sie bald schon ihre allerletzte Zugabe anspielen müssen, um das Pogo-Publikum bei Laune zu halten: den christlich-antisemitischen Evergreen von den Juden, die ja Jesus ans Kreuz gebracht haben.

Schäuble: Glaube gegen Kultur

Wie in der Frankfurter Rundschau zu lesen war, sieht Bundesinnenminister Schäuble „in der Kluft zwischen muslimischem Glauben und westlicher Kultur eines der Hauptprobleme für gelungene Integration“.
Sehr schön, Herr Schäuble. Das „Wir“ der Deutschen hat also wieder mal die „Kultur“ gepachtet, diesmal nicht in Abgrenzung zur „Zivilisation“ in den USA oder Frankreich, sondern als Bollwerk gegen den muslimischen Glauben.
Schäuble: „Wer hier leben will, wie er in Anatolien zu leben gewohnt war, hat falsch entschieden“. Wir wissen damit sogleich, wo die Barbarei zu Hause ist, in Anatolien, beim Türken also, der ja schon 1683 vor Wien zurückgeschlagen werden musste.
Und wo wird das „Wir“ des aufgeklärten und säkularen Abendlandes verteidigt?
Ausgerechnet bei einer Diskussionsrunde der evangelischen Landeskirche…
Sehr schön, vielen Dank.

Über Länge und Breite des Universums

Berlin-Kreuzberg, Szene-Schuppen: billiges Bier und (überraschend) guter Kuchen. Publikum ziemlich zeckig, aber auch hier wird für Esoterik geworben: „WIEVIEL DIMENSIONEN HAT DAS UNIVERSUM?“ fragt der schlecht gestaltete Zettel. Ja, wie viele? „Markus Schmieke, Quantenphysiker, Philos., Veden-Altindien Spezialist“ wird es am 4. April im Kato erklären und die Antwort wird weniger mit n-dimensionalen Matritzen zu tun haben, sondern damit, daß sich „die Moderne Physik dem altindisch-vedischen Modell vom multidimensionalen Universum“ annähert.
Daß esoterischer Unfug einen naturwissenschaftlichen Begründungszusammenhang herzustellen sucht, ist nicht neu, man schmückt sich halt gerne mit der Aura der Wissenschaftlichkeit.
Dimensionen in der Physik haben kaum Rätsel zu bieten, allein die Tatsache, daß mehrdimensionale Räume in der Mathematik sich der Anschauung oft entziehen, öffnet wohl die Türen für den Obskurantismus…
Unschön ist, daß dieser Unfug vom Netzwerk Zukunft veranstaltet wird. Das hat seinen Sitz im Haus der Demokratie, wo u.A. auch die Chipkarten-Ini, die Gigi, die JungdemokratInnen/Junge Linke und sogar die Ökolinx Berlin ihr Büro haben.
Das lässt schlechte Schwingungen erwarten…

PS zum Hintergrund: Die Ökologische Linke Ökolinx macht schon seit ihrer Gründung (Ende der 80er Jahre) konsequent und kontinuierlich politische Arbeit gegen Esoterik und „Ökofaschismus“ (so das dort gebräuchliche Label für die Braunzone zwischen Psycho-, Eso- und rechter Szene).

Der Weg der Blume

Das folgende Video ist wohl eher nicht von einem Anhänger der Esoterik. Aber der Mensch trifft sehr gut die typische Rhetorik…

x-tausend mal seelig…

In Dresden gibt es eine ErzeugerInnen-VerbraucherInnen-Gemeinschaft, die ich dafür loben will, daß sie zu sehr günstigen Preisen hervorragendes Bio-Essen feilbietet.
Wendet man sich beim Rausgehen bepackt mit Honigwaffeln und Nuss-Schoko-Aufstrich nach links, offenbart eine Pinnwand die Aussicht auf die Abgründe der Alternaiv-Kultur: Sage und schreibe siebzehn Eso-Zettelchen konnte ich einsammeln und wenn ich Zeit und Lust habe, werde ich in den nächsten Wochen die besonders gelungenen Schriftstücke hier rezensieren.
Als kleinen Vorgschmack ein Überblick:
in Dresden gefunden: Eso-Broschüren

Verlinkt

Aftershow hat mich verlinkt. Das heißt wohl, daß ich ihn im Gegenzug auch verlinke, allein aus Höflichkeit :unsure:??? Na ja, er hat auch eine nette Rubrik namens Anthroposophie, die ich gerne empfehlen möchte. Daß er manchmal auch selbst zu obskurantistischem Unfug neigt, möge man verzeihen ;)